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Deutscher CO2-Ausstoß um 25 Prozent gesunken - Röttgen: Großer Erfolg (16.01.2012)

treibhausgasemissionen 2010 Grafik: UBA Berlin - Trotz eines wirtschaftlichen Aufschwungs sind die deutschen CO2-Ausstöße im Jahr 2010 um rund 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zurückgegangen. Das sei ein Rückgang von mehr als 295 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, teilten Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt am Montag (16.01.12) in Berlin mit.

Deutschland will bis 2020 den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 verringern. «Wir zeigen, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz Hand in Hand gehen können», sagte Minister Norbert Röttgen (CDU).

inventarbericht 2010 q cdr.eionet.europa.eu„Wir wollen auf diesem Weg weiter voran schreiten und eine Verminderung der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 erreichen. Knapp zwei Drittel des Wegs haben wir bereits geschafft und wir können feststellen, dass von unserer Klimaschutzpolitik gleichzeitig kräftige Impulse für Wirtschaftswachstum, Innovation und Beschäftigung ausgehen“, freute sich Röttgen.

Auch in der Phase wirtschaftlicher Erholung im Jahr 2010 konnte Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen. Gegenüber dem Basisjahr 1990 sind die Treibhausgasemissionen Deutschlands im Jahr 2010 fast 25 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 295 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Die detaillierten Daten für das Jahr 2010 gehen aus dem vom Umweltbundesamt (UBA) erstellten Nationalen Inventarbericht 2012 hervor, den Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt jetzt veröffentlicht haben. Nach dem Kyoto-Protokoll hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008-2012 um 21 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 stiegen die Emissionen zwar aufgrund der wirtschaftlichen Erholung wieder leicht um 2,7 Prozent an, die Emissionen lagen 2010 aber immer noch um etwa 4 Prozent unter denen des Vorkrisenjahres 2008.

Im Jahr 2010 war die Freisetzung von Kohlendioxid mit einem Anteil von 87,4 Prozent Hauptverursacher der Treibhausgasemissionen. Diese stammten größtenteils aus der Verbrennung fossiler Energieträger, deren Verbrauch in Folge der wirtschaftlichen Erholung wieder leicht gestiegen ist. Demgegenüber steht ein überdurchschnittlicher Rückgang der Emissionen der anderen Treibhausgase.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth sagte: „Deutschland zeigt, dass die Kyoto-Verpflichtungen umsetzbar sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Weg der Treibhausgasminderung erfolgreich weiter gehen können, wenn wir Energieeffizienz und erneuerbare Energien beherzt voranbringen.“

Den Nationalen Inventarbericht finden Sie unter cdr.eionet.europa.eu als Download (8,66 MB, Bild anklicken). Der Bericht erscheint in Kürze auch in der UBA-Reihe „Climate Change“.


Quelle: dpa / Umweltbundesamt / zü



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