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Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt nur Gewinner (27.07.2010)

Die Windenergienutzung auf dem Meer ist Motor für die regionale wirtschaftliche Entwicklung an den deutschen Küsten.

Davon konnte sich heute Bundesumweltminister Norbert Röttgen bei einem Besuch in Bremerhaven und Cuxhaven überzeugen, wo sich in den vergangenen Jahren viele Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe sowie aus dem Transport- und Logistikbereich angesiedelt und Arbeitsplätze in der Region geschaffen haben.

Bundesumweltminister Röttgen vor Rotorblättern der Firma PowerBlades GmbH in Bremerhaven. Bild: BMU / Ute Grabowsky /photothek.netGemeinsam mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister besuchte Röttgen heute die Firma PowerBlades, das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik und das Klimahaus in Bremerhaven. Anschließend besichtigten sie die AMBAU GmbH, die Cuxhaven Steel Construction GmbH sowie das Schwerkraft-Testfundament für Windenergieanlagen der Firma Strabag in Cuxhaven.

Röttgen: "Obwohl die Nutzung der Offshore-Windenergie in Deutschland erst am Anfang steht, zeigt sich bereits jetzt das große wirtschaftliche Potenzial, das in dieser Technik steckt. Wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, wird die Windenergie auf hoher See unsere Ausbauziele im Bereich der Erneuerbaren Energien in großen Schritten voranbringen."

Niedersachsens Ministerpräsident McAllister sagte: "Der Ausbau der Offshore-Windenergie bietet große Chancen für die Küstenregion. Viele qualifizierte Arbeitsplätze werden geschaffen. Allein die schon genehmigten 17 Offshore-Windparks, deren Strom in Niedersachsen eingespeist werden soll, bedeuten Investitionen von etwa 15 Milliarden Euro. Davon werden Niedersachsen und Bremen mit ihren Hafen- und Produktionsstrukturen besonders profitieren. Der Energiestandort Niedersachsen wird immer bedeutender."

Röttgen und McAllister informierten sich bei Ihrem Besuch aber auch über die technischen und strukturellen Probleme, die den weiteren Ausbau der Windenergie bislang behindern. Dazu gehören Fragen der Finanzierung, der Genehmigung und der Netzanbindung. Auch aus technischer Sicht steht die Offshore-Windenergie noch vor großen Herausforderungen, z.B. bei der Anpassung der Komponenten an die rauen Bedingungen der offenen See und die Optimierung der Rotoren für die maximale Ausnutzung des Windes. Gleichzeitig muss es beim Ausbau natürlich auch eine vernünftige Abwägung mit den Interessen des Naturschutzes geben.
Begleitet wurden Sie bei Ihrem Besuch vom Vorsitzenden der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen, Thomas Röwekamp aus Bremerhaven, und vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, Enak Ferlemann aus Cuxhaven. Alle waren sich darin einig, dass das künftige Energiekonzept der Bundesregierung dazu beitragen sollte, die Bedingungen für Forschung und Entwicklung weiter zu verbessern und einen optimalen Rahmen dafür zu schaffen, damit sich diese Zukunftstechnologie mit ihrem enormen Wachstumspotential voll entfalten kann.

Röttgen bilanzierte am Ende des ganztägigen Besuchs: "Die Nutzung der Windenergie auf dem Meer kennt eigentlich nur Gewinner: Sie entlastet die Atmosphäre von CO2 und ist damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, sie bietet der Wirtschaft erhebliches Expansionspotenzial und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze. Damit leistet sie einen entscheidenden Beitrag zu einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung der Zukunft, die auf Ressourcenschonung statt auf Ressourcenverbrauch setzt".

McAllister sagte zum Abschluss der Termine in Bremerhaven und Cuxhaven: "Der Anfang ist mit Alpha Ventus und Bard Offshore I gemacht. Damit eine nachhaltige Wirtschaftsdynamik entsteht, brauchen wir eine konzertierte Aktion von Bund, Küstenländern und Kommunen. Da geht es nicht nur um neuartige technische Herausforderungen wie die Gründungsstrukturen sondern ebenso um wichtige Randbedingungen wie die Finanzierung, die Hafeninfrastruktur und den erforderlichen Netzausbau."


Quelle: BMU Bundesumweltministerium



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